WER WIR SIND

In den letzten Jahren ist eine besorgniserregende Zunahme von Waldschäden in unserer Region zu beobachten. Deshalb haben wir uns als interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Kommunen Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Seeheim-Jugenheim und Zwingenberg zusammengeschlossen und die Bürgerinitiative Netzwerk Bergsträßer Wald gegründet.
Wir möchten auf lokaler Ebene erarbeiten, was konzeptionell und praktisch getan werden kann, um den Wald zu stabilisieren und für zukünftige Generationen zu erhalten. Unter Mitwirkung von Fachleuten möchten wir zu einer Versachlichung der Diskussion über Ursachen und Folgen der Waldveränderung beitragen und Initiativen starten, damit der Wald an der Bergstraße eine Zukunft hat.

Dabei ist es uns wichtig, kommunenübergreifend zu denken und möglichst viele Interessengruppen zu gewinnen: Sachbezogen, überparteilich und im gemeinsamen Dialog.

UNSERE ZIELE

Wald soll Lebensraum bleiben.

 

Unser Ziel ist dabei ein naturnahes Waldmanagement. Wir werden für einen klimaresistenten, artenreichen Dauerwald kämpfen. 

 

Dabei sollten aus unserer Sicht insbesondere nachfolgende Elemente angegangen werden:

 

1.

Holznutzung nur dort, wo das Überleben des Waldes gesichert ist: 

Die sog. Zielstärkennutzung z.B. in Frage zu stellen. D.h. Bäume ab einer gewissen Dicke fällen, auch wenn sie gesund sind und als Rettungsanker für erkrankte Bestände ökologisch- und damit auch wirtschaftlich- notwendig sind.

2.

Schaffung eines natürlichen klimaangepassten Waldnachwuchses für größtmögliche Artenvielfalt: Oberste Priorität hat für uns der Erhalt der naturnahen, heimischen Bestände (z.B. Edellaubholz wie Eiche und Elsbeere, Buche, Tanne in den Hang- und Höhenlagen; Eiche, Hainbuche, Erle in der Ebene).

3.

Verminderung des Verbisses, damit der Wald nachwachsen kann: 

Wie z.B. durch Schutz junger Bäume und Intensivierung der Jagd.

4.

Verminderung der Boden- und Baumzerstörung durch Forstfahrzeuge:

Durch z.B. einen erweiterten Rückegassenabstand von 20 auf min. 40m.

(Rückegassen sind Fahrspuren von schweren Forstmaschinen im Wald)

5.

Vergrößerung von Ruhezonen im Wald:

U.a. durch den Verbleib von Totholz im Wald und den Schutz standortgerechter vitaler alter Bäume. 

6.

Schaffung einer nachhaltigen Besucher- und Angebotslenkung: 

z.B. durch die Entwicklung eines Ziel-/Raum- und Wegekonzepts für die Naherholung (Wanderer, Biker, ...) und den Aufbau von Naturerlebnispfaden.

7.

Fehlt hier etwas wichtiges? Schreib uns!

Hierzu wollen wir alle Beteiligten, Revierförster und Gemeinden sensibilisieren, kurzsichtigen wirtschaftlichen Druck verringern sowie weitere Transparenz über die ökologischen Zusammenhänge herstellen. Nur mit unabhängiger wissenschaftlicher Expertise ist es möglich, nachhaltige Entscheidungen treffen zu können, die dem Klimawandel gerecht werden.

Konkret werden wir deshalb:

  • für öffentliche Transparenz sorgen, wenn es um Wald -Entscheidungen geht

  • Bürger*innen Zugang zu Informationen bei Veranstaltungen ermöglichen 

  • Plattform für öffentliche Diskurse zum Thema Wald 

  • Bürger*innen Aktionen planen und die Durchführung unterstützen, die dem Walderhalt dienen

  • Ansprechpartner der Gemeinden sein für den Walderhalt

Wir freuen uns auf Mitstreiter und Unterstützer!